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Weserkurier

Krenar Krasniqi erlöst Hicretspor

Delmenhorst. In der vorgezogenen Kreisliga-Partie zwischen dem KSV Hicretspor und der SVG Berne besiegten die Gastgeber die Spielvereinigung am Donnerstagabend mit 1:0 (0:0). Damit übernahmen die Delmenhorster – zumindest bis morgen – die Tabellenführung.

Bei "Fritz-Walter-Wetter" begannen beide Teams vor rund 35 Zuschauern verhalten. Während die Schützlinge von Berne-Coach Uwe Neese den Spielfluss der Hausherren hauptsächlich durch kleine Fouls zu unterbinden versuchten, agierte Hicretspor im Rückzugsverhalten kompromisslos und spielte die Bälle meist ins Seitenaus, sodass sich die Deckung neu ordnen konnte, bevor die Gäste in die Hälfte der Hausherren eindrangen.

Erst als Berne die erste Ecke erhielt, kam das Team gefährlich vor das KSV-Tor – doch Keeper Filippos Chalvatzis, der ansonsten einen ruhigen Abend verlebte, klärte souverän. Danach erhöhte die Mannschaft von Timur Cakmak den Druck und hatte zwei hochkarätige Chancen: Erst setzte Murat Akman den Ball an die Querlatte, dann flog er nach einem Schuss von Zugang Krenar Krasniqi nur an den Innenpfosten (21.). In der Folgezeit verflachte das Spiel wieder etwas: Die Hausherren versuchten erfolglos, ihren zweifachen Torschützen vom ersten Spieltag – Akman – in der Spitze zu bedienen, und Berne war wenn überhaupt nur nach Standards gefährlich. Die letzte Chance der ersten Hälfte hatte Hicretspor, als sich Krasniqi auf der rechten Außenbahn durchgesetzt hatte und einfach mal abzog: Torhüter Mario Lucka war schon geschlagen, doch Pierre Litzcobi klärt für die Gäste auf der Linie. So blieb es zur Halbzeit beim für Berne schmeichelhaften Unentschieden.

Nach der Pause erhöhte Hicretspor noch einmal den Druck. Immer wieder setzte sich der starke Zugang Erdem Yesilyurt auf der rechten Seite durch und bediente seine Mitspieler mustergültig. Der Führungstreffer wollte trotzdem nicht fallen. Erst in der 61. Minute markierte Krasniqi nach einem scharf vor das Tor getretenen Yesilyurt-Freistoß das 1:0 (61.).

Auch in der Folgezeit kombinierte Hicretspor flüssig und brachte die Bälle immer wieder gefährlich vor das Berner Tor – wo entweder Keeper Lucka parierte, die Gäste auf der Linie klärten oder der Ball am Gehäuse vorbei flog. Erst in der Endphase hatte die Neese-Elf wieder etwas mehr Spielanteile. Doch letztendlich blieb es beim mehr als verdienten Erfolg des KSV.

So sah es auch Coach Neese nach Spielende: "Hicretspor hat verdient gewonnen. Wir konnten in der Offensive zu wenig Druck machen, denn meinem jungen Team fehlt einfach die Erfahrung", bilanzierte er. Hicretspors Coach Camak, der sich kurz vor Schluss für Akman selbst einwechselt hatte, stellte fest: "Wir haben heute hochverdient gewonnen. Allerdings hätte der Sieg um einiges höher ausfallen müssen. Wir haben zu viele Chancen ungenutzt liegen gelassen."

Presse: Spielvereinigung will Kredit aufnehmen

Kunstrasenplatz soll bleiben
Sanierung würde bis zu 200.000 Euro kosten

 

 

 

Von Hannelore Johannesdotter

BildBerne. Die Spielvereinigung (SpVgg) Berne kämpft beharrlich um den Erhalt des Kunstrasenplatzes. Den Erhalt im Sinne einer Verlängerung der Lebensdauer, den Erhalt aber auch an dieser Stelle im Ort Berne. Wie berichtet, präferieren Rat und Verwaltung künftig einen Sportplatz im Bereich der neuen Berner Sporthalle am Schwarzen Weg.

Wie auf der Jahreshauptversammlung beschlossen, hatte die Spielvereinigung einen Arbeitskreis mit der Suche nach Alternativen zu einem teuren Neubau beauftragt.

Die lautete: Kostengünstiger sei die Sanierung des Kunstrasenbelages, ließ Vorsitzender Jörg Beyer die 53 zur Versammlung erschienenen Mitglieder wissen.

Nach einem von der SpVgg eingeholten Angebot, würde die Sanierung zwischen 165.000 und 200.000 Euro kosten. Die Gemeinde, die mittelfristig 730.000 Euro für einen neuen Platz im Haushalt vorgesehen hat, könnte also 530.000 Euro sparen, argumentierte Beyer. Würde die Sanierung über den Fußballverein laufen, könnte die Gemeinde noch einmal 30 Prozent gegenüber einer öffentlichen Ausschreibung sparen.

SpVgg will Pflege übernehmen

Das Sanierungs-Angebot attestierte dem Platz eine Lebensdauer von weiteren 15 Jahren. Entsorgungs- und Erschließungskosten würden entfallen. Die SpVgg sei bereit, die gesamte Pflege zu übernehmen. Konkret bezifferte Beyer den Aufwand auf zweimal monatlich drei Stunden plus Reinigung der Umkleiden.

Beyer untermauerte sein Plädoyer für das Engagement des Vereins mit der guten Auslastung des Platzes durch die Fußballer. Nach seiner Statistik würden 360 Jugendliche und 240 Erwachsene jede Woche den Platz nutzen.

Um Rat und Verwaltung die Sache schmackhaft zu machen, könnte die SpVgg den Platz auch selbst übernehmen. In diesem Fall müsste die Gemeinde kein Geld aufnehmen, würde für die Kreditaufnahme durch die SpVgg jedoch als Bürge benötigt. Für die Nutzung durch den Schulsport müsste die Gemeinde dem Verein dann Miete zahlen. Auf Anfrage bei einer örtlichen Bank wurde der Spielvereinigung eine Geldaufnahme bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Aussicht gestellt.

Der Kredit würde 15 Jahre laufen, wobei im ersten Jahr nur Zinsen fällig würden. Der Abtrag begänne erst im zweiten Jahr, versuchte Beyer die finanzielle Belastung für den Verein positiv darzustellen.

Aber so schnell ließen sich die Mitglieder nicht überzeugen. Sie wollten wissen, wie denn Rat und Gemeinde über die Alternativen entschieden hätten, die ihnen schriftlich zugestellt worden waren. Kaum jemand verstand, warum der Termin der SpVgg-Versammlung genau am gleichen Tag lag wie das Treffen der politischen Gremien. Beyer hatte folglich noch kein Ergebnis vorliegen.

Trotzdem drängte der Vorsitzende auf ein Votum, um nicht mit leeren Händen da zu stehen, falls eine Entscheidung schnell getroffen werden müsste. Es gelang ihm, die grundsätzliche Bereitschaft zu einer Kreditaufnahme durch den Verein mehrheitlich bei sechs Gegenstimmen und vier Enthaltungen zu erreichen. Eine Summe wurde nicht festgelegt. Die muss eine erneute Mitgliederversammlung bestätigen und freigeben. Nachdem Beyer mehr als eine Stunde lang Überzeugungsarbeit geleistet hatte, wurde Lars Gottschenkis nach seiner Einschätzung befragt. Der SpVgg-Geschäftsführer nutzte die Gelegenheit, Frust abzulassen: Er fühle sich bei der Festlegung von Terminen übergangen, habe manches auf der Straße eher erfahren als von seinem Vorstand. Gottschenkis bat sich Fairness und Respekt aus, und hatte einen Verdacht für die Ursache dieser Behandlung: "Weil ich kein Fürsprecher des Bürgerforums Berne bin."

Wie politisch die Frage des Kunstrasenplatzes beim Fußballverein behandelt wird, zeigte auch die Kritik an Bernd Fromm, der für die Berner SPD zur Kommunalwahl antritt. Er hatte mit einigem Insiderwissen zur Diskussion beigetragen.

Ob die Ratsfraktionen die Unterlagen der SpVgg nun vertraulich oder öffentlich behandeln sollten, darüber gingen die Meinungen der Fußballer während der Besprechung auseinander.

 

Presse: Eine Chance, ein Tor – 1:1

Berne verschenkt einen Dreier

 

 

Von Rainer J?er

Berne (rtr). Bernes sportlicher Leiter Norbert Becker war nach der Partie leicht angefressen: "Wir hatten 99 Prozent der Spielanteile. Tungeln kommt dagegen einmal in der 88. Minute vor unser Tor und macht das 1:1. Ein absolut unverdientes Unentschieden." Das war zumindest die Sichtweise der SpVgg. Berne nach der Begegnung in der Fußball-Kreisliga Oldenburg-Land.

Der SV Tungeln hatte naturgemäß eine leicht modifizierte Sichtweise. Dennoch blieb Becker bei seiner Betrachtungsweise und sprach seiner Mannschaft ein insgesamt gutes Zeugnis aus. "Wir hatten die Partie jederzeit im Griff. Lediglich ab der 75. Minute wirkte unser Spiel bedingt durch diverse Spielerwechsel etwas ungeordneter", sagte der Berner.

So blieb es lange Zeit bei der Führung der Gastgeber, für die Marco Praekel bereits in der 23. Minute gesorgt hatte. Erst zwei Minuten vor Schluss wurden die Berner dann doch noch durch Christian Koschewitz mit dem 1:1 bestraft.

Presse: Berne verschießt Elfmeter

Trotz Überzahlspiels nur ein 1:1

Von Maren Gillerke

Berne. Heiß her ging es in der Partie zwischen SpVgg. Berne und VfR Wardenburg in der Fußball-Kreisliga Oldenburg-Land. Am Ende stand nicht nur ein 1:1 (0:1) zu Buche, sondern auch eine Rote und eine Gelb-Rote Karte sowie eine gebrochene Hand und ein Krankenwageneinsatz.
 
Bereits nach sechs Minuten stand es für den VfR zwar 1:0 durch einen Treffer von Sören Heeren, allerdings befanden sich die Gäste auch nur noch zu zehnt auf Bernes Kunstrasenplatz. Lars Martens war wegen eines groben Fouls an Bernes Michael Kranz vom Platz verwiesen worden. Dieser musste mit einer gebrochenen Hand in ein Krankenhaus gebracht werden. Aus Sicht von Wardenburgs Trainer Ralf Cordoni war nicht nur die Rote Karte eine überzogene Bewertung des Schiedsrichters Dennis Koch. In Unterzahl konnte die Cordoni-Elf die Führung nicht über die Zeit retten, und so traf Nils Schneider zum 1:1 (47.). "Für uns ist es ein vergebener Sieg, da wir fast das gesamte Spiel über in Überzahl waren", fand Norbert Becker, sportlicher Leiter Bernes. Besonders durch einen von Nico Bross verschossenen Elfmeter hätten die Gastgeber siegen können (85.).
 
 

Presse: Top-Aushilfe Andreas Lorer

Stürmer des Bezirksliga-Kaders trifft zum 1:0 der Heidkruger Reserve

Von Maren Gillerke

Delmenhorst. Sie durften auf keinen Fall verlieren, trotzdem zeigten die Kreisliga-Fußballer des TuS Heidkrug II einen "Grottenkick" gegen Verfolger SpVGG Berne. Am Ende war es Gastspieler Andreas Lorer aus dem Heidkruger Bezirksliga-Kader, der der Derakhshan-Elf den Siegestreffer zum 1:0 (0:0) bescherte.

Fast eine Stunde lang passierte so gut wie nichts auf dem Rasen am Bürgerkampweg. Von einem Verfolgerduell war rein gar nichts zu erkennen. Dabei hatten sowohl die Gäste, als auch die Gastgeber einen Auftrag: Heidkrug II sollte den vierten Tabellenplatz sichern, denn mit 39 Punkten gab es nur ein dünnes Polster von drei Zählern vor dem Verfolger Berne. Die Neese-Elf wollte diesen knacken, um möglichst einen Rang in der Tabelle gut zu machen.

Zu sehen bekamen die knapp 50 Zuschauer jedoch keinen spannenden Kampf um drei Punkte, sondern, wie auch die Reservebank der Gastgeber feststellen musst, einen "lahmen Sommerkick". Weder Heidkrug, noch Berne erkämpfte sich in der ersten Hälfte auch nur eine Chance. Von Emotionen im Spiel war keine Spur. "Die bewegen sich nicht, die waren alle gestern tanzen. Das sind maximal 50 Prozent, die wir hier geben", ärgerte sich Heidkrugs SpielertrainerHamid Derakhshan, der wegen einer Verletzung selber nicht mitwirken konnte.

Nach 30 Minuten brachte der Coach dann seinen Joker: Mirko Finke, der vier Wochen lang wegen Rückenproblemen ausgefallen war, gab sein Comeback – und das mit Erfolg. "Mirko ist der Einzige, der sich da vorne vernünftig bewegt", lobte Derakhshan.

In der Pause gab es dann die passenden Worte in der Kabine. "Wir haben uns vorgenommen, mehr Emotionen und Spielwitz einzubringen", gab Derakhshan an. Dies gelang der Elf vom Bürgerkampweg dann nach fast einer Stunde. In der 53. Minute gab Michale Stapp, an diesem Tag einer der stärksten Spieler auf dem Platz, Andreas Lorer die Vorlage zum "Golden Goal".

Von nun an schien das Eis gebrochen. Heidkrug erspielte sich mehrere Chancen, schaffte es jedoch nicht, den Sack sicher zuzumachen. Berne zeigte allerdings weiterhin noch weniger Kampfgeist.

"Wie konnten wir in der Hinrunde nur verlieren, die zeigen ja gar nichts", murmelte es von der Bank. Auch Bernes sportlicher Leiter Norbert Becker hatte zum Spiel nichts mehr zu sagen. "Beide Mannschaften waren heute schlecht, aber wir waren sogar noch schlechter. Es wurde gestern viel gefeiert, das hat man gesehen", berichtete er.

 

Presse: Al-Abd-Tor drei Punkte wert


RW Hürriyet in Berne mit der nötigen Portion Glück

 

Von Maren Gillerke

Berne. Nach einer Partie mit wenigen Höhepunkten setzte sich RW Hürriyet durch ein Tor von Nabil Al-Abd mit 1:0 (0:0) bei der SpVgg. Berne durch. Als "unnötige Niederlage" bezeichnete Bernes sportlicher Leiter Norbert Becker das Ergebnis. RWH-Spielertrainer Hakan Cengiz freute sich hingegen über das "Quäntchen Glück", das sein Team hatte.

Es war ein Spiel, das eigentlich keinen Sieger verdient hatte – darüber waren sich Cengiz und Becker einig. Das Glück war aber auf der Seite der Delmenhorster, als Al-Abd eine der wenigen Torchancen ausnutzte (78.). Vorher hatte Berne nach Ansicht von Becker "zu 80 Prozent das Spiel bestimmt". Die letzte dicke Chance vergab Florian Röhrl (88.) aus kurzer Distanz.

Gar nicht zufrieden war Hakan Cengiz mit der Leistung von Schiedsrichter Sascha Borkus. "Nicht nur, dass er mit Sonnenbrille auf dem Feld stand – er hat auch jede Kleinigkeit gepfiffen und somit in meinen Augen das ganze Spiel verpfiffen", so Cengiz. Zudem habe er das Gefühl gehabt, dass meistens gegen seine Mannschaft entschieden wurde. "Die Leistung des Schiedsrichters und seinen Assistenten ging gar nicht", ärgerte sich der Delmenhorster Trainer.

 

Presse: Ippener indisponiert

Berne bestraft Sommerfußball – 7:0

Von Oliver Meibohm

Berne. Der TSV Ippener bleibt das Sorgenkind in der Fußball-Kreisliga Oldenburg-Land. Eine Woche nach dem ersten Sieg (4:2 bei Hürriyet) präsentierte sich das Schlusslicht völlig indisponiert und kassierte eine 0:7 (0:4)-Abfuhr gegen SpVgg. Berne. "Unser Problem war, dass wir alle nur Sommerfußball geboten haben", so TSV-Spielertrainer Thorsten Sander.

Die Pleite nahm nach fünf Minuten ihren Lauf, als Michael Peter nach einem Einwurf per Kopf das 1:0 erzielte. "Dieses frühe Gegentor hat uns völlig aus der Bahn geworfen", so Sander. "Wir sind immer zu spät in die Zweikämpfe gegangen und waren geistig einfach nicht wach." Lediglich Olaf Stark habe kämpferisch überzeugt, "ansonsten waren bei uns nur Totalausfälle auf dem Platz". "Wir haben einen guten Tag erwischt, aber Ippener war auch sehr harmlos und hat sich wie ein Absteiger präsentiert", wollte Norbert Becker den hohen Sieg nicht überbewerten. Nach Meinung von Bernes sportlichem Leiter wäre auch ein zweistelliger Erfolg möglich gewesen. Weil die Gäste auf einige Stammspieler verzichten mussten, lief in der Schlussphase sogar Trainer Uwe Neese auf. Der 41-Jährige wechselte sich beim 6:0 (74.) ein und spielte im Angriff.

 

 

Presse: Berne schwach, aber siegreich

2:1-Erfolg über Achternmeer

 

Von Maren Gillerke

Berne (ren). Eine der schwächsten Heimvorstellungen der Saison zeigte laut eigenen Angaben die SpVgg. Berne gegen den SV Achternmeer. Dennoch reichte die Leistung der Gastgeber für ein 2:1 (1:1).

Ein Unentschieden wäre allerdings gerade nach der dahinplätschernden ersten Halbzeit gerechter gewesen. Bis kurz vor der Pause passierte im Grunde gar nichts auf dem Kunstrasen der Berner. Das sah nicht nur Norbert Becker, sportlicher Leiter der Gastgeber so, sondern auch Achternmeers Spielertrainer Andre Haake. "Fußballspielen kam jedenfalls nicht zustande. Es war eines dieser Standardspiele", beschrieb der die Begegnung kurz un knapp. Dass noch zwei Tore durch Bernes Michael Kranz und Achternmeers Dominik Heinen fielen, war drei Minuten vor der Pause ein wahres Wunder.

Nach Wiederanpfiff zeigten sich die Gäste dann etwas spielbestimmender. Ein weiteres Tor erzielten sich allerdings nicht. Ein Konter der Gastgeber reichte da in der 70. Minute aus, damit Michael Peter den Sack zumachen konnte. "Achternmeer stand irgendwann sehr offen – das war unser Glück", stellte Becker fest.

 

Presse: Berne fügt Spitzenreiter Ganderkesee

zweite Niederlage zu – 4:1

 

Von maren gillerke

Berne. Für eine Überraschung war die SpVgg. Berne in der Partie gegen Tabellenspitzenreiter TSV Ganderkesee gut. Mit einer 1:4 (1:1)-Niederlage mussten die erst zweimal geschlagenen Gäste die Heimreise antreten.

Gleich in der zweiten Minute gingen die Gastgeber durch einen Treffer von Michael Peter in Führung – für Berne eine ungewohnte Situation, mit der die Spieler sichtlich ihre Schwierigkeiten hatten. Die eigentlich überlegenen und spielbestimmenden Ganderkeseer hatten jedoch ebenfalls Probleme. Die Tore wollten einfach nicht fallen, und der Kunstrasen der Neese-Elf ließ die Blau-Weißen verzweifeln. "Es ist eigentlich eine Zumutung, dass ein Spiel auf so einem Schweineplatz angepriffen wird", gab Trainer Raphalen Riekers an. Der Rasen habe mehrere tiefe Löcher aufgewiesen. "Berne ist das gewohnt, sie trainieren ja dort. Wir hatten aber Schwierigkeiten mit dem Kunstrasen und haben darunter gelitten", ärgerte sich Riekers. Nach einer halben Stunde traf aber auch Alexander Neels für die Gäste. Mit dem Unentschieden ging es in die Pause.

Doch schon zehn Minuten nach Wiederanpfiff gelang Henning Diers der erneute Führungstreffer für Berne. Ganderkesee spielte nun offensiver und verlor den Drang zum Tor nicht. "Die waren viel aktiver als wir und man hat gemerkt, dass sie gewinnen wollen", gab Norbert Becker, sportlicher Leiter Bernes zu. Es war aber der Wurm drin bei der Riekers-Elf, und so nützen auch etliche Pfostentreffer nichts. Nils Schneider und Arne Laverentz nutzen den neu entstandenen Platz aus und erweiterten die Fürhung bis auf 4:1. "Berne hat uns mit einfachen Mitteln geschlagen", musste Riekers sich eingestehen.

 

Presse: Hicretspor gegen Berne: Ein Spiel,

zwei Meinungen

 

Von Maren Gillerke
 
Delmenhorst (ren). Der KSV Hicretspor musste im Delmenhorster Stadion gegen die SpVgg. Berne eine gefühlte Niederlage verbuchen. Zwar ging die Partie 1:1 (1:0) aus. Bis zehn Minuten vor dem Schlusspfiff lagen die Gastgeber allerdings in Führung und dominierten nach Meinung von Trainer Timur Cakmak das Spiel. Das 1:1 fiel dann auch ausgerechnet noch durch einen Handelfmeter.
 

"70 Minuten waren wir die bessere Mannschaft, und dann lassen wir noch nach", ärgerte sich der KSV-Coach. Eine rote Karte für Harun Yildiz, der zuvor einen Torschuss mit der Hand abgewehrt hatte, und der fällige Elfmeter machten das 1:0 aus der 25. Minute durch Miguel Trocha noch zunichte. Dabei hatte Cakmak gar kein Handspiel gesehen. "Ich bin der Meinung, dass es die Schulter war. Aber das ist eigentlich auch egal, denn wir hätten den Sack schon vorher zumachen müssen."

Norbert Becker, sportlicher Leiter von Berne, hatte einen ganz anderen Blick auf das Spiel. Er sah sein Team als das Dominierende an, das, wie typisch für Berne, die Tore nur einfach nicht machen wollte. "Wir hatten immerhin fünf Pfosten- und Lattentreffer und haben somit einen Sieg verschenkt. Hicretspor kann da eigentlich nur froh sein", sagte er. Den Ausgleichstreffer per Elfmeter besorgte Nico Bross in der 80. Minute. Becker versuchte, die momentane schlechte Chancenverwertung durch das Alter der Spieler zu erklären. "Die sind noch alle zu jung und versagen dann in den entscheidenden Momenten." Jedoch traf auch Bross, als einer der erfahrenen Spieler, an diesem Tag frei vor dem Tor einmal nur den Pfosten.